Vertrauen und Misstrauen in der europäischen und transatlantischen Nachrichtendienstzusammenarbeit als Ursache und Folge: ein Analyserahmen
25. September 2026 · Christoph Meyer, Daniel Neumann & Artur Gruszczak · Intelligence & National Security · Englisch
In der Literatur wird (Miss-)Vertrauen häufig als Schlüsselfaktor genannt, um zu erklären, ob und in welcher Form eine internationale nachrichtendienstliche Zusammenarbeit möglich ist. Dominante rationalistische Erklärungsansätze neigen jedoch dazu, Vertrauen zu stark zu vereinfachen, sie gehen kaum auf dessen Entwicklung, Beschädigung und Wiederherstellung ein und vermischen zwischenstaatliches und organisationsinternes Vertrauen. Dieser Rahmenartikel für die Sonderausgabe konzeptualisiert Vertrauen als ein abgestuftes Konzept, das sich je nach Phase, Grad und Ebene der nachrichtendienstlichen Zusammenarbeit unterschiedlich auswirkt. Wir argumentieren, dass sich rationalistische, soziologische und historisch-institutionalistische Ansätze gegenseitig ergänzen können, um Vertrauensdynamiken zu erklären und aufzuzeigen, wie sich diese in Zeiten wachsenden Misstrauens auf die euro-atlantische nachrichtendienstliche Zusammenarbeit auswirken können.
Der „Faktor Mensch“ im Nationalen Sicherheitsrat
19. Juni 2026 · Christoph Meyer & Daniel Neumann · GPPi · Deutsch
Warum Personen, Kulturen und Beziehungen über den Erfolg der neuen deutschen Sicherheitsarchitektur entscheiden.
Erwähnt in: Tagesschau
Architektur des Vertrauens
1. März 2026 · Christoph Meyer & Daniel Neumann · Human Magazine · Deutsch
Deutschland steht unter wachsendem Druck hybrider Angriffe. Um handlungsfähig zu bleiben, braucht es leistungsfähige Nachrichtendienste und eine Entscheidungsarchitektur, die Erkenntnisse bündelt und nutzt.
Was könnte in einem neuen BND-Gesetz stehen? Möglichkeiten, Grenzen und Perspektiven der aktuellen Novellierung
5. Dezember 2025 · Daniel Neumann, Christoph Meyer & Gerhard Conrad · GKND · Deutsch
In diesem Papier weisen wir auf mögliche Ansatzpunkte hin, wie die Novellierung des Gesetzes unmittelbar oder auch nur mittelbar in Form von Anstößen zu einer anzustrebenden künftigen Rahmengesetzgebung für die Sicherheitsarchitektur des Bundes genutzt werden könnte, um den BND in seiner Funktion als wesentliches Informations- und Frühwarnsystem für die Bundesregierung und zuständigen Bundesbehörden zu stärken.
„Entwicklung nationaler Sicherheitsstrukturen: Beispiele aus dem Vereinigten Königreich“: Wichtigste Erkenntnisse und Lehren
23. September 2025 · Christoph Meyer & Daniel Neumann · GKND · Englisch
Im Folgenden findet sich eine Zusammenfassung der Vorträge und Diskussionen, die am 9. September 2025 in der britischen Botschaft in Berlin im Rahmen der „Kensington Security Series“ stattfanden, die gemeinsam mit dem King’s College London und dem Gesprächskreis Nachrichtendienste in Deutschland e.V. organisiert wurde.
Von Europa lernen: Sicherheitsstrukturen durch internationale Vergleiche verbessern
1. September 2025 · Daniel Neumann · Behörden Spiegel · Deutsch
Wissenschaft und internationale Vergleiche können helfen, Sicherheitsstrukturen zu verbessern. Dort, wo Außen- und Sicherheitspolitik gestaltet wird, benötigen Politikentscheider fundierte nachrichtendienstliche Lagebilder. Je früher und besser sie ihre reale Umwelt und Bedrohungen kennen, desto besser können sie Überraschungen vermeiden und vorausschauend handeln.
„Strategische Überraschung“ und die neue Sicherheitsarchitektur des Bundes
23. Mai 2025 · Christoph Meyer & Daniel Neumann · GKND · Deutsch
Mögliche Lehren aus der Forschung zur „Strategischen Überraschung“ für eine Reform der deutschen Sicherheitsarchitektur.
Nachrichtendienstliche Unterstützung der EU-Außenpolitik durch die Mitgliedsstaaten
1. April 2025 · Daniel Neumann · King’s College London · Englisch
In dieser Dissertation wird untersucht, unter welchen Bedingungen die Mitgliedstaaten die EU-Außenpolitik, d. h. das EU-Lagezentrum (INTCEN), nachrichtendienstlich unterstützen. Das INTCEN stellt den politischen Entscheidungsträgern der EU strategische Informationen zur Verfügung, die aus den Beiträgen der Mitgliedstaaten zusammengestellt werden. Die EU-Verträge legen fest, dass die nationale Sicherheit in der alleinigen Zuständigkeit der Mitgliedstaaten verbleibt (Art. 4 Abs. 2 EUV). Dies wird allgemein so ausgelegt, dass dies auch für den Bereich der Nachrichtendienste gilt, wodurch jegliche Unterstützung für das INTCEN freiwillig ist. Die EU-Institutionen haben die Mitgliedstaaten wiederholt zu Beiträgen ermutigt. Dennoch herrscht weiterhin Skepsis hinsichtlich des tatsächlichen Ausmaßes der Zusammenarbeit.